Tourismus
Wir stehen hinter dem grünen Tourismuskonzept nach den internationalen
"Citta Slow - Slow City" - Kriterien
dass die Einzigartigkeit der Region und eine lebensfreundliche Stadtentwicklung in den Mittelpunkt des Handelns stellt.
Die Landesregierung in Schleswig-Holstein setzt mit ihrem neuen Tourismuskonzept an erster
Stelle auf gut Betuchte besten Alters als Zielgruppe, die dann die vielen exklusiven Projekte,
die zur Zeit auf diese Urlaubergruppe abzielend an der ganzen Ostseeküste entlang
entstehen, ganzjährig bevölkern sollen.
Wir Grünen wünschen unserer Stadt, dass es diese prognostizierte Nachfrage tatsächlich geben
wird und auch das Kappelner Großprojekt "Port Olpenitz" (s.u.) von diesem Kuchen ein gutes Stück abbekommt.
Wir sind aber auch der Meinung, dass nicht alle wirtschaftliche und finanzielle Hoffnung
der Stadt in diesem Projekt liegen kann, von dem noch lange nicht klar ist, ob es im geplanten
Umfang realisiert werden kann und dann auch mittel- bis langfristig für den Arbeitsmarkt und
den städtischen Haushalt Früchte trägt.
Wir Grünen sind davon überzeugt, dass es über die vom Landesgutachten bevorzugten Zielgruppen
viele weitere Menschen gibt. Menschen, für die die Einzigartigkeit unserer Natur und Kultur die wichtigsten
Auswahlkriterien sind, bei uns ihren Urlaub zu verbringen.
Daher halten wir es für einen guten Ansatz, die Einzigartigkeit unserer Region und unserer Stadt
noch mehr herauszustellen und damit zu werben - und zwar zielgruppenübergreifend!
Investitionen in die touristische Infrastruktur sollten dazu beitragen, die Besonderheiten der Region
zu stärken, sich sanft in die vorhandene Natur und Kultur einzufügen und dazu beitragen, die Region noch
ein Stückchen einzigartiger zu machen.
Anders als die Kappelner Verwaltung sind wir daher der Meinung, dass uns Kirchturmdenken in diesem
Bereich nicht weiterbringt.
Im Gegenteil: nur eine gut und gemeinsam vermarktete Urlaubsregion hat heute noch eine Chance,
sich auf diesem hart umkämpften Markt durchzusetzen.
Die Grünen sind der Meinung, dass die Übertragung von Aufgaben an die
"Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH" nicht den seinerzeit von der Politik erhofften Erfolg gezeigt hat
und daher zurück genommen werden muss.
Hinzu kommen undurchsichtige Vertragsregelungen, durch die sich die Stadt offenbar ihrer ureigensten
Mitspracherechte selbst beraubt hat. So kann es nicht angehen, dass die Geschäftsführung der WTK allein
darüber bestimmt, ob z.B. ein Weihnachtsmarkt durch Dritte durchgeführt werden kann, und Politik oder
Verwaltung keinerlei Eingriffsmöglichkeiten besitzen.
Die Grünen setzen sich dafür ein, dass das Niveau der Stadtfeste wieder auf den früheren
Stand gebracht wird. Qualität geht vor Quantität! Die Kreativität der städtischen Vereine,
Verbände und Akteure soll nach unserem Willen wieder stärker eingebunden und genutzt werden.
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